Das Internet brachte zwei Hundertjährige wieder zusammen

Mithilfe des Internets kann man Menschen finden, mit denen man gemeinsam die Schulbank gedrückt hat. Nichts Außergewöhnliches, allerdings traf es in diesem Fall zwei hundertjährige Frauen. Sie gingen gemeinsam auf die Mädchenschule St. Canisius (Erkelenz), doch 1935 (nach Abschluss der Mittleren Reife) haben sich ihre Wege getrennt. Durch einen Bericht im Internet änderte sich das, sie haben wieder Kontakt miteinander und wollen diesen auch beibehalten.

Alles entstand durch Zufall

In dieser Geschichte geht es um Else Rappenberg (im evangelischen Altenheim Hückelhoven zu Hause) und um Editha Schramm (wohnt im Pflegehaus der Hamburger Einrichtung). Der Anfang beginnt damit, dass es einen Bericht im Internet über die Mädchenschule St. Canisius gab, der vom Chef der Hotel- und Appartementresidenz New Living Home (Hamburg) gelesen wurde. Darin tauchte auch Else Rappenberg auf, die umfangreich über die Schulzeiten berichtete. Es kamen allerdings auch weitere Schülerinnen namentlich vor, darunter Editha Schramm.

Nach dieser Entdeckung nahm der Geschäftsführer Kontakt zum Hückelhovener Altenzentrum auf und erzählte Markus Lowis (ebenfalls Geschäftsführer) davon. Dieser hat Editha Schramm den Internetbericht vorgelesen und sich sofort an die Mitschülerinnen und die Nonnen erinnern können. Sie schwelgte außerdem in Erinnerungen und wolle die Zeit nicht missen.

Nachrichtenweitergabe über den sozialen Dienst

Frau Schramm dankte ihrer Mitschülerin für ein Stück Zeitgeschichte, welches nun für immer im Internet zu finden ist. Die Nachrichten, die auch herzliche Grüße aus dem Norden beinhalteten, wurde von Lowis mithilfe des Sozialen Dienstes an Frau Rappenberg übermittelt. Sie hat sich sehr darüber gefreut.

Leider ist kein persönlicher Kontakt mehr zwischen Frau Rappenberg und Frau Schramm möglich

Die beiden Damen haben sofort miteinander telefoniert, sogar Mails wurden geschrieben. Leider wird es auch dabei bleiben, denn Editha Schramm ist ans Bett gebunden und nahezu blind. Auch ein Anruf via Skype (mit Bild) ist so nicht oder nur begrenzt möglich. Trotzdem haben sich beide sehr über den Kontakt gefreut und wollen diesen auch zukünftig halten.