Smartphones und Kinder

Die Gefahr, Smartphones und Tablets für Kinder einzusetzen

Tablets und Smartphones können die soziale und emotionale Entwicklung von Kindern beeinflussen, spekulieren verschiedene Wissenschaftler. Dieser Artikel bezieht sich auf Kinder, die vier Jahre oder älter sind.

Es wird von verschiedenen Wissenschaftlern davor gewarnt, dass die Nutzung eines Tablets oder Smartphones zur Ablenkung der Aufmerksamkeit eines Kindes seine „interne Mechanismen der Selbstregulierung“ beeinträchtigt. Laut Aussage verschiedener Forschern kann die Verwendung eines Smartphones oder iPads bei der Befriedung der Benutzung eines Kleinkindes dessen Fähigkeit, eine Selbstregulierung zu erlernen, massiv beeinträchtigen.

In einem Artikel der Zeitschrift Pediatrics überprüften Forscher der Boston University School of Medicine verfügbaren Arten der interaktiver Medien und stellten in einer Pressemitteilung „wichtige Fragen hinsichtlich ihrer Verwendung als Lehrmittel“ für Kinder heraus.

Die Forscher gaben zudem an, dass negative Auswirkungen von Fernsehen und Video auf kleine Kinder zwar gut verstanden wird, aber das Verständnis der Gesellschaft über die Auswirkungen mobiler Geräte auf das Gehirn im Vorschulalter jedoch unerforscht ist, wie viele Kinder diese Medien heutzutage bereits nutzen.

Viele Forscher warnen davor, dass die Verwendung eines Tablets oder Smartphones, um die Aufmerksamkeit eines Kindes abzulenken, sich nachteilig auf die sozial-emotionale Entwicklung auswirken kann.

Viele Wissenschaftler fragen sich: „Wenn diese Geräte die vorherrschende Methode werden, um kleine Kinder abzulenken und zu beruhigen, wie können sich dabei ihre eigenen internen Selbstregulationsmechanismen entwickeln?“

Die Verwendung interaktiver Medien bei Kindern unter drei Jahren kann auch die Tendenz der Mathematik- und der in der Naturwissenschaften erforderlichen Fähigkeiten eines Kindes beeinträchtigen. In einigen Studien wurde jedoch auch darauf hingewiesen, dass die Verwendung mobiler Geräte für Kleinkinder Vorteile hat. So im Bezug auf die Kenntnisse der Grundbildung.

Die Forscher wiesen zudem darauf hin, dass es viele Hinweise gibt, die nachwiesen, dass Kinder in einem Alter von 30 Monaten durch das Fernsehen und Videos keine menschliche Interaktion lernen konnten. Es wurde jedoch nicht ausreichend untersucht, ob interaktive Anwendungen auf Mobilgeräten zu einem ähnlichen Ergebnis führen.

Die Wissenschaftlerin Jenny Radesky der Universität von Michigan (CHGD) in der USA
stellte sich die Frage, ob der Einsatz von Smartphones und Tablets die Fähigkeit bei Kindern beeinträchtigen kann, um dabei Empathie- und Problemlösungsfähigkeiten, sowie Elemente der sozialen Interaktion zu verhindern, die andererseits beim Spielen und bei der Kommunikation mit Gleichaltrigen erlernt werden.

Spielen mit Bausteinen

Das Spielen mit Bausteinen kann einem Kleinkind helfen, mit frühen mathematischen Fähigkeiten die Funktionsweise von interaktiven elektronischen Geräten nach Aussage von Jenny Radesky zu verstehen. „Diese Geräte ersetzen die praktischen Aktivitäten, die bei der Entwicklung von sensomotorischen- und visuell motorischen Fähigkeiten der Kinder wichtig sind.“

Es gibt Hinweise darauf, dass gut recherchierte frühkindliche Fernsehprogramme, wie die Sesamstraße, sowie elektronische Bücher und Anwendungen zum Lernen des Lesens auf Mobilgeräten den Wortschatz und das Leseverständnis von Kindern verbessern können, stellte das Team fest. Das gilt aber erst, wenn die Kinder dicht am Schulalter sind.